Windpocken

Windpocken sind sehr ansteckend und weltweit verbreitet.Eine Infektion tritt normalerweise im Kindesalter auf und äußert sich in Fieber und juckendem Hautausschlag.Die meisten Windpocken sind harmlos, aber für Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Neugeborenen in den ersten 5 bis 7 Tagen ihres Lebens sind sie ein ernstes Risiko. In den letzten zehn Jahren starben durchschnittlich 6 Menschen pro Jahr an Komplikationen der Windpocken.

Windpocken

Symptome bei Windpocken

Windpocken Erkrankte haben ein leichtes Krankheitsgefühl und gelegentlich Fieber für 1 bis 2 Tage. Danach macht sich der typische Hautausschlag bemerkbar, und das Fieber steigt selten über 39 ° C. Die stark juckenden Bläschen breiten sich von Kopf über den ganzen Körper aus. Es bildet sich schnell flüssigkeitsgefüllte Blasen, die auch die Schleimhäute und die Kopfhaut betreffen können. Nach ein bis zwei Tagen trocknen sie unter der Kruste aus.

Alle Stadien des Ausschlags erscheinen normalerweise gleichzeitig. Dadurch entsteht ein Hautbild mit Vesikeln in verschiedenen Entwicklungsstadien, der auch Sternenhimmel genannt wird. Narbenbildung kann aufgrund von starkem Kratzen oder zusätzlicher bakterieller Infektion der Haut bestehen bleiben. Schwerwiegende Verläufe treten vor allem bei Neugeborenen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf, sind aber auch bei gesunden Menschen möglich.

Nach Beendigung der Erkrankung bleiben die Viren im Körper inaktiv. Jahre später können sie wieder aktiv werden und Gürtelrose verursachen. Dies führt zu einem Ausschlag, der sehr schmerzhaft sein kann. Windpocken sind in Deutschland aufgrund von Impfungen seltener geworden. Trotzdem ist die Infektion immer noch eine der häufigsten Kinderkrankheiten.

Folgende Symptome treten auf:

  • leichtes Fieber und Abgeschlagenheit
  • stark juckenden Bläschen

Windpocken – Diagnose

Aufgrund des typischen Hautausschlags ist die Erkennung relativ eindeutig möglich. In der Anfangsphase werden sie jedoch manchmal mit Mückenstichen verwechselt. Wenn nach einer Wartezeit wesentlich mehr Pocken auftreten, ist die Diagnose Windpocken eindeutig.Bei unkompliziertem Verlauf werden zum Beispiel nur die Symptome mit Medikamenten behandelt.In unklaren Fällen wird die Diagnose durch eine Laboruntersuchung bestätigt.

Bei einem untypischen Krankheitsverlauf wird geprüft, ob das Blut oder die Flüssigkeit der Bläschen Viren enthält. Mit einem Antikörper-Bluttest können Sie überprüfen, ob Sie bereits Windpocken hatten und dagegen immun sind. Dies kann beispielsweise bei schwangeren Frauen erforderlich sein.

Behandlung und Therapie von Windpocken

Die Behandlung und Therapie normaler Windpocken bei Kinder, ist in der Regel so unkompliziert wie die Krankheit. Da sich die Kinder nicht krank fühlen, ist normalerweise keine Bettruhe erforderlich, und Juckreizpulver, Lotionen oder, falls erforderlich, antiallergische Tropfen, helfen bei der Linderung der ärgerliche Symptome.

Wenn sich die Windpocken ohne Komplikationen entwickeln, werden nur die Symptome, wie der Juckreiz behandelt. So können Sie verhindern, dass sich die Blasen durch Kratzen entzünden.Bei Bedarf können Fieber und Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen gegen Fieber und Körperschmerzen verabreicht werden.

Bei Menschen mit Immunschwäche und schwangeren Frauen, kann die Verabreichung von Antikörpern im Falle einer Erstaufführung den Ausbruch der Krankheit unterdrücken oder zumindest verringern. Absolute Sicherheit bietet diese passive Immunisierung jedoch nicht.

Durch das Kratzen der juckenden Bläschen können eitrige Entzündungen entstehen, die jedoch einfach mit einer Lösung desinfiziert werden können. Meistens hört die Entzündung schnell auf. An diesen Stellen kommt es jedoch häufig zu Narben. Mit speziellen Salben können diese Narben, besonders im Gesicht, effektiv behandelt werden.

Ansteckung mit Windpocken

Das Windpocken verantwortliche Virus ist das Varizella-Zoster-Virus.Die weltweit verbreiteten Varicella-Zoster-Viren gelten als hoch ansteckend.Insbesondere der enge Kontakt mit Infizierten führt schnell zur Übertragung von Viren. Wenn eine Person mit einem gesunden Immunsystem auf eine Person mit Varizellen trifft, besteht ein Infektionsrisiko.Eine Übertragung des Varicella-Zoster-Virus von der Mutter auf das ungeborene Kind während der Schwangerschaft ist möglich, jedoch sehr selten.

Infizierte Lufttröpfchen mit den Erregern, die in die Luft gelangen, können an andere Menschen gelangen. Des weiteren besteht die Gefahr einer Schmierinfektion von Windpocken Personen, die mit den Krankheitserregern in Kontakt kommen.

Mit Windpocken kann man sich anstecken durch:

  • Schmierinfektion – enger Kontakt mit Infizierten
  • Tröpfcheninfektion – Erregern, die in die Luft gelangen

Windpocken Inkubationszeit

Zwischen dem Eintritt des Virus in das Blut und dem ersten Auftreten der Symptome vergeht eine Inkubationszeit zwischen zehn und 21 Tagen. Aus diesem Grund identifizierten die Forscher verschiedene angeborene, bisher nicht erkannte Abwehrfunktionen des Körpers. Das Virus bricht nur dann aus, wenn Sie Windpocken noch nie gehabt haben und nicht gegen sie geimpft wurden. Nach einer Infektion sind Sie lebenslang gegen Windpockenviren immun.

Folgen und Komplikationen von Widpocken

In manchen Fällen können Windpocken Komplikationen hervorrufen.Insbesondere Erwachsene, Schwangere und Säuglinge sind betroffen.

Mögliche Komplikationen können sein:

  • Enzephalitis – Hirnentzündung
  • Pneumonie – Lungenentzündung
  • Meningitis – Hirnhautentzündung

Impfung gegen Windpocken

Der einzige zuverlässige Schutz gegen Infektionen ist die Impfung. Der Impfstoff versorgt den Körper mit abgeschwächten, nicht infektiösen Varicella-Zoster-Viren. Der erste Impfstoff gegen Windpocken sollte normalerweise im Alter von 11 bis 14 Monaten durchgeführt werden.Der Körper produziert nun gezielt Antikörper und wird auf diese Weise immun.Die STIKO empfiehlt Kinder und Jugendliche, die noch keine Windpocken hatten und nicht dagegen geimpft sind, die Impfung durchführen.

Krankheitsverlauf und Dauer von Windpocken

Wenn die Windpocken ausgebrochen sind, dauert sie in der Regel zwischen fünf und zehn Tagen, bis die letzten Bläschen verkrustet sind und die Krankheit nicht mehr ansteckend ist. Bevor die Windpocken geheilt werden, sollten Betroffene keinen Kontakt zu gesunden Menschen haben, die keine Windpocken hatten.Ein Infektionsrisiko besteht nicht erst zu Beginn der Erkrankung, sondern bereits etwa zwei Tage zuvor.

Windpocken sind normalerweise harmlos, es treten jedoch gelegentlich Komplikationen auf. insbesondere bei Kindern unter einem Jahr und bei Erwachsenen über 16 Jahren. In seltenen Fällen kann eine Meningitis oder eine Lungenentzündung ausgelöst werden. Gelegentlich kann es auch zum Tod durch Windpocken kommen, dann sind vor allem Immunschwache Menschen oder schwangere Frauen betroffen.

Windpocken Vorbeugung

Als Vorbeugung sollte der Kontakt mit den infizierten Patienten vermieden werden. Kinder mit Windpocken sollten nicht in den Kindergarten oder in die Schule gehen, wenn der Ausschlag nicht abgeschlossen ist. Vermeiden Sie das Kratzen der Bläschen so weit wie möglich, da die flüssigkeit ansteckend ist.Vermeiden Sie Kontakt mit Personen, die zuvor noch keine Windpocken hatten.

Dazu gehört, dass Sie sich nicht lange in einem Raum aufhalten, da Windpocken auch über die Luft übertragen werden können.In einigen Fällen, lassen Eltern ihre Kinder absichtlich mit erkrankten Kindern spielen, damit sie sich infizieren und die Windpocken durchmachen. Solche „Windpockenpartys“ sind vor allem in den USA üblich.

Windpocken bei Erwachsenen

Aufgrund des hohen Infektionsrisikos brechen Windpocken hauptsächlich bei Kindern aus. Im Erwachsenenalter droht ein ernsthafterer Krankheitsverlauf mit Komplikationen. Die Herpesviren im Blut bei Erwachsenen zeigen deutlich mehr rote Flecken im Hautausschlag, die kontinuierlich über eine Woche auftreten. Darüber hinaus überschreitet das Fieber manchmal die Grenze von 40 Grad Celsius.Erwachsene mit einem erhöhten Risiko für schwere Erkrankungen und Komplikationen sollten daher gegen Windpocken geimpft werden. Zu diesen Risikofaktoren zählen beispielsweise Frauen, die keine Antikörper gegen Varizellen haben.

Folgender Komplikationen können bestehen:

  • Leberentzündung
  • Lungenentzündung
  • Gehirnhaut-Entzündung

Wenn die Krankheit bei einer schwangeren Frau ausbricht, besteht ein Risiko für das ungeborene Kind. Vor allem in der achten und zwanzigsten Woche verursachen die Viren im schlimmsten Fall Geburtsfehler oder führen zu einer Fehlgeburt. Die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung des ungeborenen Kindes ist jedoch gering. Trotzdem empfehlen Ärzte Frauen, die sich noch nie Windpocken zugezogen haben, erkrankte Personen zu meiden.

Häufige Fragen zu Windpocken – FAQs

Wann sind Windpocken ansteckend?

Windpocken bricht 8 bis 4 Wochen nach der Infektion aus, in der Regel nach gut 2 Wochen. Patienten sind bereits 1 bis 2 Tage vor dem Ausschlag ansteckend. Das Infektionsrisiko endet, wenn alle Bläschen verkrustet sind.

Welche Medikamente helfen bei Windpocken?

Kindern mit Windpocken sollte Aspirin und Ibuprofen nicht verabreicht werden.Bei der Behandlung von erhöhter Temperatur ist Paracetamol das Mittel der Wahl. Antivirale Medikamente wie zum Beispiel Acyclovir werden hauptsächlich bei Erwachsenen eingesetzt.

Kann man die Windpocken 2 mal bekommen?

Jeder, der jemals Windpocken bekommen hat, hat normalerweise eine lebenslange Immunität, was bedeutet, dass Sie Windpocken in den meisten Fällen nur einmal im Leben bekommen. Unabhängig von denjenigen, die die Windpocken hatten, kommt es im Verlauf des Lebens als zweite Krankheit zu einer Gürtelrose.

Wie lange dauern die Windpocken bei Erwachsenen?

Windpocken bei Erwachsenen dauern normalerweise zwischen 14 und 17 Tagen.In einigen Fällen kann sie jedoch einige Tage kürzer oder länger sein. Ein Infektionsrisiko besteht erst nicht etwa zu Beginn der Erkrankung, sondern einige Tage zuvor.

Weiterführende Links und Quellen

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