Gürtelrose Behandlung und Therapie

Gürtelrose Behandlung

Bei der Gürtelrose handelt sich um eine Reaktivierung bereits vorhandener Viren. Es liegt also keine Neu- oder Zweitinfektion vor.Die Gürtelrose beginnt mit einem brennenden, juckenden Schmerz im Bereich der befallenen Nervensegmente und geht mit Sensibilitätsstörungen einher. Schon die Berüh rung der Haut im befallenen Bereich verursacht einen starken Schmerz . Einige Tage später bilden sich Hauterscheinungen wie rote Flecken, Pusteln und Papeln aus. Diese sog. Effloreszenzen heilen in der Regel nach 2 – 4 Wochen ab und normalerweise verschwinden dann auch die Nervenschmerzen wieder.

Gürtelrose Behandlung und Therapie und der akuten Erkrankung

Ziele der Behandlung sind eine Beschleunigung der Rückbildung der Hautveränderungen und Begrenzung der Schwere der Symptomatik, insbesondere Minderung der Dauer und Schwere der akuten Schmerzen. Weiter sollen weitere Komplikationen wie auch der anhaltende Schmerz nach der Gürtelrose Behandlung vermindert werden. Bei jungen Personen ohne Hinweis auf eine Schwäche des Immunsystems und mit mildem Verlauf der Gürtelrose genügen lokale Maßnahmen wie Kühlung, Zinkpaste und Gabe von Schmerzmitteln. Bei älteren Personen, Personen mit Einschränkungen des Immunsystems und schwerem Verlauf der Infektionskrankheit sind darüber hinaus jedoch weitere Maßnahmen notwendig.

Bei jüngeren und weniger schwer betroffenen Personen können „übliche“ Schmerzmittel ausreichen, bei schwerer betroffenen Personen müssen auch Opiate eingesetzt werden. In der Vorstellung durch eine Minderung der Entzündungsprozesse eine Minderung der Häufigkeit chronischer Schmerzen zu erreichen, wurden auch Kortisonpräparate eingesetzt. Überzeugende Hinweise, dass dies Vorgehen effektiv ist, liegen bislang aber nicht vor.

Aciclovir ist das Medikament der Wahl zur Gürtelrose Behandlung. Es wirkt als Guanosinanalogon auf die Replikation des Virus, verringert den akuten Schmerz, die flächenhafte Hautrötung und die Neubildung von Läsionen und läßt die Hauterscheinungen schneller abheilen.

Lokale Schmerzbehandlung mit antiviralen Substanzen bei Gürtelrose

Idoxuridin oder Desoxyuridin in Dimethylsulfoxid, wird viermal täglich vier Tage lang auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und führt zu einem schnellen Rückgang des Schmerzes . Alternativ bietet sich zweimal täglich Vidarabin Salbe .Antivirale Substanzen beeinflussen den Schmerz ab dem fünften Tag nach Auftreten der typischer Hautausschlag bei Gürtelrose nicht mehr. Danach ist der Einsatz entzündungshemmender Pharmaka angezeigt.

Lokale und systemische Schmerzbehandlung mit Steroiden bei Gürtelrose

Injektionen mit Glukokortikosteroiden wie z.B. 25 mg Prednisolon z.T. mit Lokalanästhetikum z.B. Bupivacain 0,25 % in die betroffenen Hautareale werden empfohlen , wobei sowohl Schmerzreduktion als auch verringertes Auftreten einer postzosterischen Neuralgie (Schmerz, der nach Abheilung der Gürtelrose weiter besteht) gesehen wurden, allerdings fehlen hierzu kontrollierte Studien.

Schmerzbehandlung mit systemischen Analgetika und Co-Analgetika bei Gürtelrose

In der Literatur werden verschiedene Pharmaka zur Schmerzbehandlung zur Gürtelrose Behandlung genannt. Dabei muß bedacht werden, daß der Schmerz bei Gürtelrose-Patienten unter 50 Jahren ohnehin normalerweise spontan aufhört. Ein Therapieversuch mit Gabapentin oder Pregabalin ist oft erfolgreich.

Therapeutische Lokalanästhesie zur Schmerzbehandlung bei Gürtelrose

Hierbei werden in der Literatur Hautinfiltrationen mit Lokalanästhetika, oft mit Glukokortikoiden gemischt, Blockaden des somatischen und unwillkürlichen Nervensystemes und auch intravenöse Lokalanästhetikagabe bei entsprechender Lokalisation beschrieben.

Rechtzeitiger Beginn der Behandlung innerhalb von zwei bis drei Wochen und vor allem auch Sympathikus-Blockaden führen zu guter Schmerzreduktion und sollen das Auftreten postzosterischer Neuralgien verhindern. Bei rückenmarknahe Betäubungen können dem Lokalanästhetikum Corticosteroide zugemischt werden.

Weiterführende Links und Quellen

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